Gemüse

Auf rund einer Hektare Anbaufläche und in zwei Folienhäusern mit insgesamt etwa 500 Quadratmetern bauen wir mit viel Handarbeit rund 80 verschiedene Gemüsearten an. Der Anbau erfolgt saisonal, vielfältig und nach den Richtlinien von Bio Suisse.Im Zentrum unserer Arbeit steht ein lebendiger Boden. Durch vielfältige Fruchtfolgen, sorgfältige Bodenbearbeitung und den Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsmittel schaffen wir die Grundlage für gesunde Pflanzen und widerstandsfähige Kulturen. Viele Arbeitsschritte erfolgen bewusst von Hand, um Boden, Pflanzen und Umgebung möglichst schonend zu behandeln.Neben den bewährten Kulturen experimentieren wir regelmässig mit neuem Saatgut und Setzlingen und erweitern so die Vielfalt unserer Ernten.
Unser Gemüse gelangt direkt vom Feld in die Gemüsekisten und wird wöchentlich in die neun Depots der Stadt Bern verteilt, wo es von unseren Abonnent*innen abgeholt wird. Die Inhalte der Kisten spiegeln den Jahresverlauf wider und zeigen die Vielfalt dessen, was gerade wächst. Als Teil der solidarischen Landwirtschaft teilen wir Ernteerfolge und -ausfälle gemeinsam mit unseren Abonnentinnen. Eine Gemüsekiste aus dem Feldmoos bedeutet frisches, regionales und saisonales Gemüse – angebaut mit Sorgfalt, Handarbeit und im direkten Austausch zwischen Produzentinnen und Konsument*innen.
Ackerbau

Auf den rund 10 Hektaren Ackerfläche bauen wir abwechslungsweise Hackfrüchte – also Kartoffeln, Rüebli, Randen und Zwiebeln – sowie Weizen, Dinkel, Öllein und Speisesoja an. Die Hackfrüchte landen in den Gemüsekisten, das Getreide vermarkten wir direkt, der Lein wird von der Biofarm Genossenschaft abgenommen, und der Speisesoja wird von unserem Lieblingsprojekt, LeguVegu zu Tofu verarbeitet.
Alle 3 Monate gibt es die Möglichkeit, von unseren verschiedenen Mehlsorten zu bestellen, welche wir in einer kleinen, lokalen Mühle mahlen lassen.
Wir informieren jeweils per Newsletter, wenn die nächste Bestellrunde offen ist.Um dem Boden eine Pause zu gönnen wird unsere Fruchtfolge mit 2 Jahren Kunstwiese ergänzt. Die Wiesen werden als Futter konserviert und bringen unsere Tiere durch den Winter.
Tiere

Im Feldmoos sind rund 25 Kühe bzw. Rinder zuhause. Zwei Kühe gehören uns selbst, diese halten wir als Mutterkühe. Das heisst, dass sie mit ihrem Kalb zusammenleben bis es geschlachtet oder verkauft wir. Der grosse Teil der Rinder im Feldmoos gehört jedoch nicht uns, sondern anderen Bäuer*innen. Für die Betreuung der Tiere erhalten wir eine Pauschale pro Tier und Tag. Die Rinder kommen im Alter von 4-6 Monaten zu uns und bleiben dann hier, bis kurz vor der Geburt ihres ersten Kalbes. Dann gehen sie zurück auf ihren Ursprungsbetrieb, wo sie zu Milchkühen werden. Wir sind also sozusagen ein Internat für Milchkühe.
Nebst den Kühen halten wir zwei Schwarzwälder Kaltblut Pferde. Diese möchten wir je länger je mehr auf dem Acker und im Gemüse für Bodenbearbeitung und mechanische Unkrautbekämpfung einsetzten.
Ja, unsere Tiere sind Nutztiere, wir Menschen entscheiden schlussendlich über Leben und Tod. Das wollen wir nicht wegdiskutieren. Um so wichtiger ist es für uns, den Tieren ein würdevolles Leben zu ermöglichen und ihnen im Alltag mit Konsequenz, Anstand und Respekt zu begegnen. Die Arbeit mit den Tieren ist für uns eine grosse Leidenschaft und hat deshalb einen festen Platz in unserem Hoforganismus.